Das Aufbaumodul „Zweithund in der hundegestützten Psychotherapie“ richtet sich an Psychotherapeut*innen und Fachkräfte, die bereits Erfahrungen in der therapeutischen Arbeit mit Hund gesammelt haben und die Integration eines weiteren Hundes in ihr therapeutisches Setting reflektieren und fachlich fundiert gestalten möchten.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen die Veränderungen therapeutischer Prozesse, Beziehungsgestaltung und professioneller Rollen, die mit der Aufnahme eines weiteren Hundes in die therapeutische Arbeit verbunden sein können. Dabei wird der Hund nicht ausschließlich als therapeutisches Medium betrachtet, sondern als Teil des therapeutischen Feldes, dessen Anwesenheit Wahrnehmungs-, Beziehungs- und Bedeutungsprozesse auf unterschiedlichen Ebenen beeinflussen kann.
Die Veranstaltung verbindet theoretische Impulse, Selbsterfahrung, praktische Übungen im Mensch-Hund-Team, Rollenspiele sowie videogestützte Beobachtungs- und Reflexionsverfahren. Die Teilnehmer*innen setzen sich mit Fragen der therapeutischen Haltung, der Bedeutung des Zweithundes im Behandlungsgeschehen sowie möglichen Veränderungen von Übertragungs-, Gegenübertragungs- und Beziehungsvorgängen auseinander.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Reflexion der sogenannten „inneren Besetzung“ des Zweithundes. Dabei wird untersucht, welche individuellen Bedeutungen Therapeutinnen und Patientinnen einem weiteren Hund zuschreiben können und wie sich diese auf therapeutische Prozesse auswirken. Darüber hinaus werden Veränderungen der Beziehungsgestaltung, therapeutischer Interventionen und der Prozessführung im Mehrhundesetting anhand von Fallbeispielen und Rollenspielen bearbeitet.
Ergänzend werden Möglichkeiten und Grenzen der Integration eines weiteren Hundes in die therapeutische Arbeit diskutiert sowie Grundlagen der Verhaltensbeobachtung und Einschätzung von Hunden im therapeutischen Kontext vermittelt.
Ziel der Veranstaltung ist die Erweiterung therapeutischer Reflexions- und Handlungskompetenzen im Bereich der hundegestützten Psychotherapie sowie die Entwicklung eines bewussten und professionellen Umgangs mit den Veränderungen, die durch einen weiteren Hund im therapeutischen Setting entstehen können.
Fortbildungspunkte: 25
Referent*innen:
– Thorsten Schüle
– Iris Mackensen-Friedrichs
| Tag | Beginn | Ende |
|---|---|---|
| 1 | 03.08.2026 | 15:00 |
| 2 | 04.08.2026 | 15:00 |
| 3 | 05.08.2026 | 16:00 |
Anmeldung erforderlich
Telefon: 04639 6829912
E-Mail: info@wikkegaard.de
Internet: http://www.wikkegaard.de
Gebühr pro Teilnehmer: 1290,- €
Maximale Teilnehmerzahl: 6
